Mit der Teilnahme beim Schwarzwald Bike Marathon unterstützen Sie die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe. Vom Startgeld werden automatisch 5 Euro pro Teilnehmer an die Kinderkrebsnachsorgeklinik gespendet. So konnten wir im Jahr 2016 13.420 Euro an Klinikleiter Stephan Maier übergeben. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, die mit ihrer Teilnahme diese Aktion unterstützen.

Interview mit Stephan Maier – Klinikleiter und Geschäftsführer der Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe

www.katharinenhoehe.de

Seit Beginn des Schwarzwald Bike Marathons im Jahr 1997 ist „Biken für krebskranke Kinder“ das Motto des Radrennens. Deshalb wird jedes Jahr ein Teil des Startgeldes an die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe gespendet. Waren es anfangs 2,60 Euro pro Teilnehmer, so sind es seit dem Jahr 2011 fünf Euro. So konnten in den vergangenen Jahren insgesamt 107.030 Euro gespendet werden. Die Rehabilitationsklinik ist nicht nur ideologisch ein wichtiger Teil des Schwarzwald Bike Marathons. So führen an der Einrichtung alle Strecken vorbei, was die „Katha“ zu einem idealen Beobachtungspunkt für das gesamte Renngeschehen macht.
Die Katharinenhöhe ist eine Rehabilitationsklinik für krebs- und herzkranke Kinder und Jugendliche. Moderne medizinische Behandlungsmethoden machen heute in den meisten Fällen eine Heilung dieser schweren Krankheiten möglich. Doch der Preis ist hoch, denn die äußerst intensiven Therapien führen zu starken Belastungen. Die Katharinenhöhe bietet  vielfältige Therapiemöglichkeiten für das ganze Spektrum von Beeinträchtigungen. Körperliche wie psychische Krankheitsfolgen – oft eng miteinander verbunden – können gleichzeitig und gleichermaßen behandelt werden. Das Behandlungskonzept orientiert sich dabei an der ganzen Familie, denn eine schwere Krankheit belastet allesamt. Deshalb werden auch Eltern und Geschwister aufgenommen und behandelt.

Herr Maier, was bedeutet der Schwarzwald Bike Marathon für die Katharinenhöhe als Einrichtung, und für die Patienten, die an diesem Wochenende vor Ort sind?

Für uns ist der Bike Marathon jedes Jahr ein besonderes Highlight. Es ist beeindruckend wie viele Menschen sich engagieren. Natürlich freuen wir uns auf einen anspruchsvollen und spannenden sportlichen Wettbewerb und ein großes Fahrerfeld, zumal jeder Teilnehmer, mit seinem Startgeld einen wichtigen Beitrag für unsere krebskranken Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien leistet. Die Solidarität der Biker und der 600 ehrenamtlichen Helfer gibt uns Mut und emotionalen Rückhalt für unsere Arbeit – hierfür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Die Streckenführung gibt unseren Patienten die Möglichkeit dabei zu sein. Die Begeisterung ist immer groß, die Kinder feuern die Sportler mit Trommeln und Rasseln an. Wenn möglich, fahren auch Patienten oder deren Eltern mit. So eine Leistung nach der lebensbedrohlichen
Diagnose und der harten Therapie zu bringen, ist enorm und es macht überglücklich am Ziel anzukommen und den Erfolg erleben zu dürfen. Auch unsere Mitarbeiter bilden stets eine kleine Mannschaft.

Was konnten sie bislang von den Spendengeldern finanzieren?

Wir investieren mit den Spendengeldern stets in sportliche Bereiche unserer familienorientierten Kinderkrebsnachsorgeklinik.
Unsere Patienten wollen ihrem Alter entsprechend körperlich fit sein, sind es aber noch nicht und haben zum Teil bleibende Behinderungen. Um diese Fitness zurückzuerlangen und trotz den Handicaps Sport treiben zu können, braucht es entsprechende Hilfsmittel. In den letzten Jahren konnten wir den Patienten Fitnessgeräte kaufen und E-Bikes zur Verfügung stellen, haben im Außenbereich einen Gangparcours gebaut, oder in Ergometer und eine Kletterwand investiert.

Wo liegt der Fokus aktuell? Wofür wird Geld benötigt?

Der Spielplatz muss umgestaltet werden, es soll eine Abenteuer- und Erlebnislandschaft entstehen, die auch behinderten und gehandicapten
Kindern Möglichkeiten zu Spiel, Spaß und Bewegung bietet. Wir wollen Geräte anschaffen, die zum körperlichen Tun anregen. Das sind zum  Beispiel eine Rollstuhlschaukel oder ein Sinnesparcours. Eine große Rutsche, die auch Rollstuhlfahrer nutzen können, ist geplant. Weshalb sind Rehaeinrichtungen wie die Katharinenhöhe so sehr auf Spenden angewiesen? Das hängt mit den niedrigen Pflegesätzen der Kranken-und Rentenversicherungen zusammen. Seit 1993 gibt es eine gesetzliche Deckelung, das bedeutet, die Sätze steigen nur im Rahmen der  Grundlohnsummensteigerung, also nur sehr gering. Im Gegensatz dazu sind die Anforderungen an Rehabilitation und die Ausgaben zur  bedarfsgerechten Versorgung deutlich höher geworden. Das Geld der Versicherungen reicht deshalb kaum, um den laufenden Haushalt zu  stemmen. Dank der Spenden, wie die des Schwarzwald Bike Marathon, können wir etwas Zusätzliches anschaffen, was unsere Patienten fördert und pusht. Das ist der Schritt ins Leben. Deshalb danke ich allen, die sich in irgendeiner Form engagieren.